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Elektromobilität ganzheitlich denken

Elektromobilität liegt im Trend und steht für nachhaltige Innovation. Die Energiewende ist ohne Elektromobilität nicht denkbar. Nun gilt es Elektromobilität ganzheitlich zu betrachten und Gewerke übergreifende Ansätze in der Gebäudewirtschaft umzusetzen.

Die Wechselwirkung von Energie- und Mobilitätswende

Sieben bis zehn Millionen elektronische Fahrzeuge und eine Millionen Ladepunkte sollen in Deutschland bis 2030 zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Die Bundesregierung setzt mit dem Klimaschutzprogramm 2030 auf Elektromobilität. Um den Ausbau der E-Mobilität zu unterstützen, stellt der Staat zahlreiche Fördermaßnahmen zur Verfügung. Daneben entstehen fortlaufend Forschungs- und Entwicklungsprogramme, die das Potenzial von Elektrofahrzeugen für den Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz untersuchen.

Aufgrund seiner Energieeffizienz gilt E-Mobilität bereits als zentraler Bestandteil eines klimafreundlichen Lebensstils. Gleichauf agiert die Digitalisierung als Treiber der Elektromobilität. Neben Connected-Car-Features, offenbart sich die Digitalisierung vor allem in datenbasierten Mobilitätskonzepten bei ÖPNV und Mikro-Verkehrsmitteln, beispielsweise E-Scootern. Die elektrische Fortbewegung wird also geprägt durch die digitale Transformation und die veränderte Kundenerwartung durch innovative Services. Gleichzeitig muss die Versorgungssicherheit beim Strom gewährleistet werden. Das erfordert den Ausbau der erneuerbaren Energien und ein intelligentes Netzmanagement. Ein grundlegender Wandel kann daher nur durch die Vereinigung der Bereiche Energie, Mobilität und Digitalisierung erreicht werden.

Wie zahlt Elektromobilität auf die Verbesserung der CO2-Bilanz der Gebäude ein?

Der Fahrplan der nationalen Klimapolitik sieht bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand vor. Grund dieser ambitionierte Ziele ist insbesondere die Langlebigkeit der Gebäude. Denn für etwa 36 % des Energieverbrauchs und 14 % der CO2-Emissionen in Deutschland sind Gebäude verantwortlich. Die aktuelle Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Smartness eines Gebäudes einen entscheidenden Einfluss auf dessen CO2-Bilanz hat. Durch vernetzte Gebäude können bereits 17% der der deutschen Klimaziele in 2030 erreicht werden. Das entspricht 7,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente.

Eine repräsentative Deloitte Automotive-Studie beleuchtet das große Wachstumsplus der Elektromobilität durch Fördermaßnahmen in Deutschland. Gleichwohl werden die bestehende Bedenken verdeutlicht: Den zweiten Platz belegt mit 22% die fehlende Ladeinfrastruktur. Da Ladevorgänge vornehmlich zu Hause durchgeführt werden, ist es
erforderlich bereits jetzt die notwendige Infrastruktur zu schaffen. Unterstützend stockt die Bundesregierung die KfW Wallbox Förderung für Private Segmente um weitere 100 Millionen auf. Voraussetzung zur Förderung ist die Verwendung einer intelligenten und steuerbaren Ladestation sowie die Nutzung von Strom aus 100% erneuerbaren Energien. Hier gilt es anzuknüpfen, denn insbesondere private Haushalte bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten den Energieverbrauch eines Gebäudes unmittelbar und nachhaltig zu reduzieren.

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Insbesondere durch die Verwendung von grünem Strom – am besten direkt auf dem eigenen Dach erzeugt – wird die Ökobilanz maßgeblich verbessert. Um das vollständige Potenzial von E-Mobilität auszuschöpfen, ist es notwendig, die einzelnen energetischen Handlungsfelder im Gebäude gesamtheitlich zu betrachten und intelligent zu vernetzen. Die PV-Anlage dient zur nachhaltigen Erzeugung von Energie und als Basis aller grünen Energieflüsse im Gebäude. Intelligente Geräte minimieren den Energiebedarf und zahlen positiv auf den CO2-Footprint eines Gebäudes ein. Eine Investition in die intelligente Energie- und Mobilitätslösungen kann bei der Erfüllung der ESG-Ziele unterstützen und
langfristig finanzielle Vorteile schaffen.

Veränderte Erwartungshaltung durch die Digitalisierung

Die Digitalisierung und digitale Transformation vieler Lebensbereiche haben dazu geführt, dass sich Kundenbedürfnisse sowie auch die Kundenerwartungen stark verändert haben. Entstanden ist ein neues Qualitätsbewusstsein, dass es zu erfüllen gilt. Informationen werden online abgerufen, Echtzeitdaten gewinnen an Aufmerksamkeit und der Alltag wird längst auf Technologien gestützt. Digitale Informationsquellen bieten daher einen einfachen Einstieg, zur thematischen Auseinandersetzung mit den Themen rund um nachhaltiges Leben sowie der Energie- und Ressourcenschonung.

Smarte Gebäude ermöglichen es den Energieverbrauch unterschiedlichster Prozesse zu überwachen, steuern und visuell verständlich aufzubereiten. Digitale Dashboards können dabei helfen das gesellschaftliche Umdenken anzuregen und ein Gespür für den eigenen CO2-Footprint zu schärfen. Anreizsysteme, in Form von Apps, holen den Nutzer einfach ab und erzeugen Akzeptanz. Damit solche Nachhaltigkeitsmodelle zum Erfolg führen, muss die breite Masse angesprochen werden. Daher ist eine verständliche, unkomplizierte und zielgerichtete User Experience essentiell.

Die Bedeutung eines digitales Benutzerinterfaces ist im Förderprogramm KfW-Effizienzhaus 40 plus erkennbar. Das KfW-Effizienzhaus ist ein Maßstab zur Förderung von Energieeffizienz bei Neubauten. Bewertet werden der Gesamtenergiebedarf und die Wärmedämmung einer Immobilie. Neben der Anforderung selbst Energie zu erzeugen und in einem stationären Stromspeicher speichern zu können, ist der Einsatz eines Benutzerinterfaces zur Visualisierung der Förderfaktor “plus”. Mit diesem muss die Stromerzeugung und der Verbrauch visualisiert werden können.

Chance für die Immobilienwirtschaft

Im CO2-neutralen Gebäude der Zukunft regelt die intelligente Hausautomation die komplette Haus- und Energietechnik. Über digitale Applikationen kann der selbst erzeugte Haushaltsstrom intelligent auf die vernetzten Geräte aufgeteilt, für die Elektromobilität eingesetzt und für den späteren Bedarf gespeichert werden. So nutzen die Haushaltsgeräte vorwiegend durch die PV-Anlage erzeugten Strom und das E-Auto wird an der eigenen Ladesäule getankt. Vernetzte Lichtsteuerung und Fensterläden senken zusätzlich den Energieverbrauch und –kosten. Die multifunktionalen Sensoren sorgen – ganz nebenbei – auch für mehr Sicherheit, Komfort und Nutzerfreundlichkeit.

Wird durch die smarte Technologie Leistung eingespart und der grüne Strom ins Netz eingespeist, können, mit mit der passenden Ladeinfrastruktur, elektronische CarSharing-Flotten mit Ökostrom aus zusätzlichen regenerativen Energiequellen aufgeladen werden. Solche Sharing Economy Modelle sind für zukünftige nachhaltige Städte und Ballungsgebiete fundamental. Die Basis zur Umsetzung bieten Apps als Vernetzungsplattform, in denen das Angebot durch attraktive Nachhaltigkeits-Services ergänzt werden können.

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Mit Elektromobilität lässt sich die Umwelt schonen und ordentlich sparen. Wirklich grün ist Elektromobilität aber nur, wenn auch der verbrauchte Strom grün ist. Synergien ergeben sich dadurch mit smarten Gebäuden. Die innovative Gesamtlösung für digitales und nachhaltiges Bauen und Wohnen erfordert die umfassende Branchenexpertise der Energiewirtschaft und Property Technology. Erforderlich sind nachhaltige Geschäftsmodelle, welche die gesamte Servicekette abbilden und gesetzliche Vorgaben, Förderprogramme sowie die Abwicklung der notwendigen energiewirtschaftlichen Prozesse aufgreifen. Die aktuelle Trendwende ist eine Chance für Immobilienunternehmen & Quartiersentwickler, dieses Potenzial für sich mit zu erschließen und die Energiewende aktiv mitzugestalten.


tb

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