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Nachhaltigkeit mit PV-Anlagen in Unternehmen realisieren

Gastbeitrag von Andreas Kühl, Solarimo GmbH

Unternehmen setzen auf Nachhaltigkeit mit Solarstrom

Effektive Nachhaltigkeitsstrategien sind in Unternehmen mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Firmen tragen eine gesellschaftliche Verantwortung – und werden sich dieser auch immer mehr bewusst. Dabei beruht Klimafreundlichkeit in Unternehmen längst nicht mehr rein auf Freiwilligkeit. Sowohl Kunden als auch Investoren verlangen vermehrt nach Nachweisen für nachhaltiges Wirtschaften. Wie Unternehmen Nachhaltigkeit mit PV-Anlagen erzielen, darauf geht Andreas Kühl von Solarimo in seinem Gastbeitrag ausführlicher ein.

Klimaschutz ist ein Thema, dass uns noch viele Jahrzehnte begleiten wird. Um diesen Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten, müssen wir alle einen Beitrag leisten. Besonders Unternehmen stehen dabei in der Pflicht. Immerhin stehen sie mit ihren oft sehr hohen Emissionen besonders in der Verantwortung. Eine effektive Maßnahme zu mehr Nachhaltigkeit ist der Bau einer Photovoltaikanlage – am besten gleich auf dem Dach der eigenen Gewerbeimmobilie. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf das lokale Klima aus, sondern spart darüber hinaus auch Kosten.

Klimafreundliches Gewerbe: Unkompliziert mit einem Dienstleister umsetzen

Wer darüber nachdenkt, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit mit PV-Anlagen zu leisten und damit gleichzeitig sein Gewerbe aufzuwerten, stößt relativ bald auf einige Unklarheiten. So können einen Finanzierung, Betrieb und Instandhaltung leicht überfordern, da es nicht das eigene Kerngeschäft ist. Daher lohnt es sich, darüber nachzudenken, sich an einen Dienstleister zu wenden, der das Unterfangen für einen in die Hand nimmt.

Für die Umsetzung gibt es verschiedene Modelle. Die beliebteste Variante: Der Dienstleister investiert in die Anlage und plant und baut sie anschließend auch. Die Eigentümer einer Gewerbeimmobilie pachten die Anlage im Anschluss und kümmern sich gemeinsam mit dem Dienstleister um den Betrieb. So kann der Dienstleister an den richtigen Stellen unter die Arme greifen, ohne, dass Immobilienbesitzer die Entscheidungsfreiheit über ihr eigenes Dach verlieren.

Nachhaltigkeit im CSR-Report: Pflicht für größere Unternehmen

CSR-Berichte halten die ”Corporate Social Responsibility,” die unternehmerische Nachhaltigkeit, fest. Darunter fallen freiwillige soziale und ökologische Standards und Aktivitäten, die ein Unternehmen im Rahmen seiner Geschäftstätigkeiten pflegt. Der Report fungiert dabei schon lange nicht mehr als reines Marketing-Instrument. Er hat sich zu einem wichtigen Indikator für Klimafreundlichkeit und dem Instrument schlechthin zur Überprüfung unternehmerischer Nachhaltigkeit entwickelt. Mittlerweile wird er zunehmend von Kunden und Investoren eingefordert.

Seit 2017 sind alle Unternehmen, die an der Börse gelistet sind, gesetzlich dazu verpflichtet, einen nichtfinanziellen Lagebericht zu veröffentlichen. Ebenso in die Pflicht genommen werden mittelgroße und große Kapitalgesellschaften, die die festgelegten Grenzen überschreiten. So wird die Transparenz von Unternehmen in ökologischen und sozialen Fragen erhöht und der Anreiz für Unternehmen gesteigert, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit intensiver auseinanderzusetzen. Gleichzeitig gewinnen Firmen einen Überblick über ihre Stellschrauben sowie Erkenntnisse über Verbesserungsmöglichkeiten, die sonst im Verborgenen geblieben wären.

Nachhaltigkeit ist heute mehr als nur Prestige

Die Zeiten, in denen Nachhaltigkeit für Unternehmen vor allem ein Faktor der Außendarstellung und des Prestigegewinns war, sind vorbei. Längst geht es um mehr als rein wirtschaftlich nachhaltiges Handeln. Klimaschutz ist zum Pflichtprogramm für uns alle geworden. Doch vielen Unternehmen ist es nicht oder nur schwer möglich, vollkommen nachhaltig zu agieren. Daher ist es wichtig, Möglichkeiten zur Kompensation der eigenen Emissionen zu finden. Grüner Strom vom eigenen Dach fließt in viele verschiedene Arbeitsschritte eines Unternehmens mit ein und sorgt so dafür, dass tatsächlich das gesamte Unternehmenskonzept klimafreundlicher wird.

Mit solarem Strom vom eigenen Dach die CO2-Bilanz verbessern

Photovoltaikanlagen können auf verschiedene Weise einen Beitrag zur Klimaschutzstrategie eines Unternehmens beitragen. So lässt sich beispielsweise der eigene “Corporate Carbon Footprint”, also die CO2-Bilanz des Unternehmens, besonders effektiv verbessern. Zum CO2-Fußabdruck gehören verschiedene Faktoren des unternehmerischen Handelns. So werden unter anderem die Verkehrswege der Mitarbeiter*innen, der Wasserverbrauch, die verwendeten Rohmaterialien, sowie die Nutzungsphase und anschließende Entsorgung der Produkte berücksichtigt. Aber auch Feinheiten, wie beispielsweise die Verpflegung auf Geschäftsessen werden mit einbezogen. Solarer Strom vom eigenen Dach nimmt hierbei eine besonders starke Gewichtung ein.

Auch die sogenannten ESG-Kriterien profitieren von einer Photovoltaikanlage. ESG steht für Environment, Social und Governance und gibt ebenfalls der Nachhaltigkeit und den sozialen Aspekten eines Unternehmens eine Bedeutung. Eine PV-Anlage ist eine besonders wertvolle Schlüsselressource für die Erfüllung dieser Kriterien. Sie bedient sowohl den Environment-, also Umweltaspekt, als auch den Governance- also Führungsfaktor. Das Schöne: Selbst produzierter Solarstrom ist langfristig immer günstiger als der aus dem Netz bezogene Strom. So können neben den CO2 Emissionen auch die Stromkosten reduziert werden.

Unternehmerischer Klimaschutz bringt finanzielle Vorteile mit sich

Die bewusste Reduktion der eigenen CO2-Emissionen hat weitere finanzielle Vorteile: Ab Januar 2021 startet die lang erwartete CO2-Bepreisung mit 25 Euro pro Tonne CO2 in den Bereichen Verkehr und Wärme. Spätestens dann ist jedes Unternehmen gezwungen, sich mit der eigenen Umweltbilanz auseinanderzusetzen. Je geringer die Emissionen eines Unternehmens, desto geringer die Kosten ab Start des CO2-Preises – Am Besten fängt man also sobald wie möglich damit an. Wer heute vorangeht und ökologische Verantwortung übernimmt, wird künftig auch wirtschaftlich profitieren.

Green Lease: Ausrichtung des Mietvertrags auf Nachhaltigkeit

Eine besondere Idee für Immobilienfirmen oder Unternehmen, die ihre Räume mieten: Die sogenannten “Green Leases.” Eine Projektgruppe von deutschen Immobilienexpert*innen hat einen Standard mit 50 Regelungsempfehlungen für grüne und nachhaltige Mietverträge entwickelt. Nach diesen muss vor Abschluss eines Mietvertrages sowohl die Zertifizierung des Gebäudes, als auch eine nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung sichergestellt werden. Von einem “Green Lease” profitieren dabei alle Beteiligten. Während Vermieter*innen an Prestige gewinnen und ihr Portfolio um ein nachhaltiges Inserat erweitern, erhalten Mieter*innen auch im urbanen Raum die Möglichkeit, aktiv am Klimaschutz teilzunehmen.

Solarer Strom vom eigenen Dach: Die ideale Lösung für Gewerbeimmobilien

Wer sein Gewerbe nachhaltiger gestalten möchte, hat also viele Möglichkeiten, um diesem Wunsch nachzukommen. Solarstrom vom eigenen Dach ist dabei besonders effektiv. So profitieren beispielsweise Kunden, an die das Produkt zur Weiterverarbeitung geliefert wird. Sie können guten Gewissens nachhaltig erzeugte Produkte verwenden. Solarer Strom hat damit also ganz nebenbei auch noch einen positiven Einfluss auf die Geschäftsbeziehungen.


Dr. Katja Reisswig

Freie Redakteurin und Gründerin des Online-Magazins Technewable.com - spezialisiert auf digitale Kommunikation und Themen rund um die grüne Wirtschaft mit Fokus auf grüne Technologien, Innovationen, Lösungen und Anwendungen. Ihr Themenportfolio umfasst: Energie, Mobilität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung & Transformation

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