Green Events

Das sind die Finalisten des 3. Green Alley Award 2016

Endspurt: Sechs europäische Start-ups im Rennen um den 3. Green Alley Award 2016

In einer Woche, am 27. Oktober 2016 werden in Berlin die Sieger des diesjährigen Green Alley Awards gekürt. Dann steht fest, wer den 3. Green Alley Award gewonnen hat. Aus rund 200 Bewerbungen aus über 50 Ländern setzten sich sechs Start-ups der grünen Gründerszene erfolgreich gegen ihre Mitkonkurrenten durch. Die Start-ups kommen aus aus Großbritannien, Frankreich, Finnland und Deutschland. Kommenden Donnerstag pitchen die Teams vor einer sechs-köpfigen Jury  um den Sieg. Der Green Alley Award ist Europas erster Gründerpreis für Start-ups der Kreislaufwirtschaft. Wer die Finalisten des Green Alley Award 2016 sind, stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Zum Pitch angetreten sind:

Green City Solutions

Finalist Green Alley Award 2016: Start-up Green City Solutions vertreibt City Tree für saubere Luft in Städten

Finalist Green Alley Award 2016: Start-up Green City Solutions vertreibt City Tree für saubere Luft in Städten

Überall auf der Welt gibt es das Problem einer hohen Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung. Deutsche Städte sind ebenso betroffen. Auch hierzulande laufen Städte Gefahr, durch die Verschmutzung die vorgeschriebenen Grenzwerte für Luftschadstoffe zu überschreiten. Hier hat das deutsche Start-up Green City Solutions eine smarte Lösung entwickelt – den „City Tree“. Beim City Tree handelt es sich um eine Installation bestehend aus Moos. Sie sorgt durch die Kombination von Photovoltaik, Regenwasser und einer IoT Technologie für ihren selbstversorgenden Betrieb. Ein City Tree schafft 100 kg CO2 pro Jahr zu absorbieren. Das ist sov viel wie vergleichsweise 275 Bäume absorbieren. Ihre Lösung sorgt für saubere Luft in Städten und verbessert insgesamt das Stadtklima.

ResQ Club

Finalist Green Alley Award 2016: Start-up ResQ entwickelt App für Speisereste

Finalist Green Alley Award 2016: Start-up ResQ entwickelt App für Speisereste

In vielen Restaurants bleiben aufgrund ihres breiten Essensangebots Speisereste übrig. In Industriestaaten gibt es das Problem, dass jährlich 222 Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Ein Teil davon stammt aus Restaurants. Um die Lebensmittelverschwendung zu begrenzen, hat das finnische Start-up eine Lösunge entwickelt. Sie zeigen Restaurants, wie man Resten eine zweite Chance gibt und gleichzeitig aus vermeintlichem „Abfall“ eine neue Einnahmequelle schafft. Über eine App können übrig gebliebene Speisen aus der Nachbarschaft zu einem günstigeren Preis erworben werden.

Glowee

Die Vision des französischen Start-ups Glowee ist, dass Nachts Gebäude und Schilder einer Stadt in blaues Licht getaucht sind – illuminiert von leuchtenden Bio-Organismen. Zur Verwirklichung ihrer Vision sollen biolumineszente Bakterien genutzt werden. Das sind Bakterien, die selbst oder in Symbiose Licht erzeugen können. Durch den stetig wachsenden Energiebedarf bei gleichzeitig ansteigenden Emissionen wächst die Nachfrage nach alternativen Elektrizitätsmodellen. Für die Beleuchtung von Straßen und andere Lichtquellen werden 19 Prozent des weltweiten Strombedarfs verwendet. Dieser Anteil könnte durch die innovative Technologie von Glowee deutlich reduziert werden.

Design by Sol

Alle Lebensmittel sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Doch auch nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums sind viele Lebensmittel noch genießbar. Sie landen häufig grundlos im Müll. Um herauszufinden, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist oder bereits verdorben, hat das britische Start-up Design by Sol eine Lösung entwickelt. Ihr „Bump Mark“ ist ein mit Gelatine versehenen Sticker. Er wird auf der Verpackung angebracht. Mit Hilfe des Stickers lässt sich durch Abtasten der Frischestatus eines Produkts ermitteln. Quillt der Sticker auf, sollte Abstand vom Verzehr genommen werden. Design by Sol will mit seinem Produkt künftig die Lebensmittelverschwendung vermindern. Ihre Lösung soll dazu beizutragen, dass weniger Lebensmittel im Abfall landen. Allein in der EU sind es jährlich pro Kopf 123 Kilogramm Lebensmitteln, die jeder EU Bewohner im Jahr in den Müll wirft.

Das Tiffin Projekt

Knapp 160 Kilogramm Verpackungsmüll produziert ein EU Bürger im Durchschnitt. Ein Teil davon entsteht beim Abholen oder der Belieferung von Essen aus Restaurants. Die Gerichte werden in Plastik, Styopor, Pappe oder Alufolie geliefert. Meist in Kombination dieser Materialien. Das deutsche Start-up Das Tiffin Projekt aus Berlin will diesen Plastikmüll vermeiden helfen. Sie haben dazu ein Mehrweg-Leihsystem entwickelt. Es bietet registrierten Restaurants und seinen Kunden die Möglichkeit, Essen verpackungsfrei zu liefern bzw. abzuholen. Das Essen wird anstelle von Einweg-Plastik-Verpackungen in einer wiederverwendbaren Edelstahlbox nach Hause transportiert.

Restado

inalist des Green Alley Award 2016: Start-up Restado betreibt Verkaufsplattform für Rest-Baustoffe

inalist des Green Alley Award 2016: Start-up Restado betreibt Verkaufsplattform für Rest-Baustoffe

Die Baubranche hinkt der Digitalisierung, laut einer aktuellen Studie von Roland Berger, hinterher. Laut Studie benötigt die Branche dringend Innovationen und neue digitale Geschäftsmodelle, um ihre Wettbewerbsfähigkeit nicht aufs Spiel zu setzen. Ihre Produktivität habe sich in den letzten 10 Jahren gerade mal um 4 Prozent gesteigert. Das Start-up Restado hat digitale Lösungen zum Thema Hausbau entwickelt. Mit ihrer Verkaufsplattform Restado setzen sie auf den DIY-Trend. Verbrauchern bietet die Plattform die Option ihre übrig gebliebenen Baustoffe abzusetzen. Für die Industrie Baustoffe, die beispielsweise wegen Fehlbestellungen nicht benötigt werden, zu vertreiben. Die Plattform von Restado unterstützt dabei, dass auch kleine Mengen ihren Abnehmer finden.





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Zusammengefasst

Vielversprechende Lösungen werden kommende Woche beim Green Alley Award präsentiert. Wir sind gespannt, wer von den Start-ups das Rennen macht – ob bemooste Wände für saubere Luft in Städten, eine Restaurant-App für Speisereste, eine Außenbeleuchtung durch Bio-Organismen, Haltbarkeits-Sticker für Lebensmittel, eine Lösung für nachhaltiges Take-Away oder ein digitaler Marktplatz für Rest-Baustoffe.

Seit 2014 zeichnet Green Alley als Tochterunternehmen der Landbell AG jährlich Ideen rund um das Thema Abfall und Ressourcenmanagement mit dem Green Alley Award aus.

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Quellen: Green Alley / DWR eco GmbH

Katja Reisswig

Katja Reisswig ist promovierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie ist Gründerin des branchenübergreifenden B2B-Portals technewable.com für Akteure der grünen Wirtschaft. Ziel des Portals ist, grüne Lösungen und Technologien bekannter zu machen, grüne Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen und den Transfer hin zu einer grünen Wirtschaft kommunikativ zu begleiten.