Green News

KW 51: Technewable News Shots

Die Farbe grün – Warum grün?

Grün ist eine Farbe mit Symbolkraft. Sie steht für Gesundheit, Wachstum, Nachhaltigkeit, Freiheit, Schönheit und vieles mehr. Sie ist positiv besetzt. Das ist der Grund, warum sich Technewable mit grünen Themen und Technologien beschäftigt, ob in der Rubrik Green Business, Green Start-up, Green-Solution, Green Research, Green Event oder Green Media.

Der Anspruch dahinter ist, ein bisschen mehr grün in die Wirtschaftswelt zu tragen und sie damit zukunftsfreundlicher, wie auch innovativer, smarter und moderner zu gestalten. Diese Zielstellung verfolgen bereits viele andere auch. Sie arbeiten intensiv an grünen Lösungen und Anwendungen. Ihnen soll hier Präsenz und Aufmerksamkeit gegeben werden. Sie stehen im Mittelpunkt bei Technewable.com.

Doch es sollen nicht nur Projekte präsentiert, sondern Akteure ins Gespräch kommen und sich untereinander branchenübergreifend vernetzen. Unsere Mission ist, den Austausch im Sinne eines Technologie- und Wissenstransfers zu fördern, um vielen weiteren grünen innovativen Ideen und Lösungen eine freie Fläche zur Entfaltung zu geben.


In dieser Ausgabe:

Keywords: + Energie-Start-ups + erneuerbare Energie + CO2 + Saubere Revolution + Start-up Wachstumsranking + Windenergie + Offshore + Startup Energy Transition Initiative + SET Award + Tech Festival Berlin + COP23 + Social Business + grüne Suchmaschine + Horizon 2020 + Europäische Kommision + Förderung + Klimaschutz + Kreislaufwirtschaft + Digitalisierung

Quellen: + Kanthal® Award + Sunfire + energynet.de + Gründerszene + sonnenseite.com + blog.metropolsolar.de + heliathek + Fraunhofer IWES + Stiftung Offshore Windenergie + Wikipedia + Ecosia + Europäische Kommission + BMBF + dena


#Green Business

Ausgezeichnet

Das Unternehmen Sunfire aus Dresden hat den Kanthal® Award 2017 gewonnen. Der Award würdigt innovative Lösungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Lebensqualität und Energieeffizienz auf globaler Ebene.

Worte der Jury:

“Die Sunfire GmbH hat ein Verfahren entwickelt, das erneuerbare Energie, CO2 und Wasser in synthetisches Gas oder einen Rohölersatz (e-Crude) umwandelt. Dieser hat das Potenzial, den entscheidenden Bedarf an CO2-neutralen Kraftstoffen für die nachhaltige Gesellschaft von morgen zu decken. Sunfire ist für deren Prozess nominiert, der Abwärme mit Hilfe von effizienten Hochtemperatur-Durchlauferhitzer nutzt, um die Gesamteffizienz zu maximieren.”

Ihr Video zum Kanthal® Award zeigt, warum die Lösung von Sunfire die Jury überzeugte.


#Green Start-up

Die Top 50 Start-ups auf Wachstumskurs

Welche Energie-Start-ups zu den Top 50 im Gründerszene Wachstums-Ranking gehören, hat Andreas Kühl von energynet.de ausfindig gemacht.

Bereits zum dritten Mal hat das Start-up Magazin ein Wachstums-Ranking erstellt. Grundlage für die Bewertung war, dass das Start-up über ein (partielles) digitales Geschäftsmodell verfügt, 2014 einen Nettoumsatz von mindestens 10.000 Euro erwirtschafte und seine Geschäftstätigkeit mittels der in Deutschland üblichen Jahresabschlüsse nachweist.

Vier Energie-Start-ups haben es unter die Top 50 geschafft, die Bürgerwerke eG mit Platz 8 sogar unter die Top 10. Sie wurden am 05.12.2017 in Berlin mit dem Deutschen EngagementPreis 2017 in der Kategorie „Leben bewahren“ geehrt. Das Start-up  Thermondo ist bereits seit erstem Ranking unter den Top-Platzierten. Milk the Sun ist zum zweiten Mal vertreten. Neu dabei ist die Klimakönner GmbH.

Für das kommende Jahr gibt Andreas Kühl folgende Anregung mit:

“Eine eigene Cleantech-Kategorie für die am schnellsten wachsenden Energie-Startups gibt es aber noch immer nicht, alle sind unterschiedlichen Branchen zugeordnet.”

Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr eine eigene Cleantech-Kategorie?

(c) Screenshot: Gründerszene Wachstumsranking

 


#Green Solution

Mit Ecosia Bäume pflanzen

Wir benutzen sie fast täglich und was wäre das Internet ohne Suchmaschine? Zu all den weit verbreiteten und mehrheitlich genutzten Suchmaschinen, gibt es eine grüne Alternative namens Ecosia. Und diese Suchmaschine ist im wahrsten Sinne ihres Wortes grün, denn es ist eine die Bäume pflanzt. Wie viele es sind, zeigt ein Zähler auf der Website an. Aktuell steht die Zahl bei über 18 Millionen neu gepflanzten Bäumen. Doch es sollen mehr werden. Das Ziel lautet eine Milliarde neu gepflanzte Bäume.

Hinter der Suchmaschine steht die Ecosia GmbH, die als ein Social Business 2009 von Christian Kroll in Berlin gegründet wurde. Ecosia beschäftigt inzwischen 25 Leute. Bis zu 80 Prozent der erwirtschafteten Überschüsse verwendet Ecosia für Wiederaufforstungsprojekte. Seit Oktober 2014 spendet das Unternehmen an WeForest und sein „Greening the desert“-Projekt, bei dem in Burkina Faso Bäume gepflanzt werden. Die Ergebnisse der Suche, wie auch die Suchanzeigen stammen von Bing, mit dem Ecosia kooperiert.

Aktuell ist Ecosia auf der Suche nach weiteren Mitarbeiter*Innen zur Ergänzung des Teams.

creenshoot Website Ecosia

(c) Screenshot Website Ecosia

 


#Green Investment

Mehr EU-Fördergeld für Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung sowie Innovateure

Am 27. Oktober 2017 hat die Europäische Kommission ihr finales Arbeitsprogramm für das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation “Horizon 2020” veröffentlicht. Darin gibt die Europäische Kommission bekannt, welche Schwerpunkte in der kommenden Finanzierungsperiode gesetzt werden.

Um die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Forschung innerhalb der EU zu stärken und einen Europäischen Forschungsraum zu fördern, hält das Förderprogramm “Horizon 2020” rund 77 Milliarden Euro an Forschungsgeldern bereit. Sie sollen nicht nur Mobilität und Austausch von Forschenden erleichtern, sondern ebenso den Wissensaustausch unter Forschungseinrichtungen, den Transfer in die Wirtschaft und Gesellschaft sowie länderspezifische ForschungsInfrastrukturen verfügbar machen.

Für die kommenden Jahre (2018 – 2020) will die Europäische Kommission 30 Milliarden Euro insbesondere in die Erarbeitung von Lösungen für soziale Herausforderungen stecken und bahnbrechende Innovationen fördern. Zudem soll sich stärker mit größeren Budgets auf einzelne Themenfelder fokussiert werden. Besondere Bedeutung wird hier Klima- und Umweltthemen, wie auch Migration, Sicherheit und der digitalen Ökonomie beigemessen:

Kernförderthemen für eine EU-Förderung im Rahmen des “Horizon 2020” für die kommenden drei Jahre sind:

  • eine kohlenstoffarme, klimaresistente Zukunft (3,3 Mrd. Euro)
  • Kreislaufwirtschaft (1 Mrd. Euro)
  • Digitalisierung und Transformation der europischen Wirtschaft (1,7 Mrd. Euro)
  • Sicherheit (1 Mrd. Euro)
  • Migration (200 Mio Euro)

“€2.2 billion will be earmarked for clean energy projects in four interrelated areas: renewables, energy efficient buildings, electro-mobility and storage solutions, including €200 million to support the development and production in Europe of the next generation of electric batteries.”

Mit dem “European Innovation Council” (EIC) (2,7 Mrd. Euro) wird darüber hinaus der Blick auf Innovateure, Start-ups sowie KMUs in der EU gelegt. Ziel ist es, nicht nur excellente Forschung europaweit zu fördern, sondern ebenso deren Anwendbarkeit und Markteintritt in Form neuer Produkte, Services und Geschäftsmodelle.

“The EIC pilot focuses competitive funding for innovators, start-ups and companies with ideas and innovations
which:

  • are radically different from existing products, services or business models
  • are of a ‘high risk – high gain’-nature for investors
  • have the potential to scale up internationally

The EIC pilot is able to support ideas from any area of technology or business sector, including novel combinations
of technologies and business models. Support is available from feasibility stage (e.g. proof of concept or
development of business plans) to development to scale up stages.” – EIC-Pilot Factsheet

 


#Green Research

Mehr Offshore-Windenergie? – Ein Diskurs

Noch mehr Windenergie auf dem Meer nutzen, um die Ziele der Energiewende zu erreichen? Laut einer Studie des Instituts Fraunhofer IWES sollte die Meerkraft auf See zur Energiegewinnung noch deutlicher ausgebaut werden. Wie ihre Studie zeigte, ist die Windenergie auf See ein recht verlässlicher Energieerzeuger. Hier würden Windenergieanlagen beinahe ganzjährig Energie erzeugen können.

Das sei wirtschaftlich und aufgrund stabiler Bedingungen ein guter Grund die Offshore-Windenergie weiter auszubauen. Auftraggeber der Studie ist die Stiftung Offshore Windenergie.

“Der erforderliche Anteil Erneuerbarer Energien für eine sektorübergreifende Energiewende ist nur mit einem signifikanten Anteil an Offshore-Windenergie möglich”, heißt es von der Stiftung.

Bis zum Jahr 2030 solle nach Forderung Branche die Offshore-Windenergie auf 20 Gigawatt angehoben werden. Gegenwärtig erbringen mehr als 1000 Windkraftwerke in der Nord- und Ostsee rund 5 Gigawatt. Bis zum Jahr 2050 wird für einen weiteren signifikanten Ausbau plädiert. 57 Gigawatt aus Meeres-Windkraft werden als “energiewirtschaftlich sinnvoll” erachtet.

Hingegen wachsen Zweifel bei Umweltschützern, wie heise.de berichtet. Demnach seien diese besorgt, dass die Meere einen so starken Zubau nicht verkraften könnten. Die Nordsee würde zum Industriepark werden. Ein solch starker Zubau würde die gewohnte Meereslandschaft verändern. Auch für die dort beheimateten Meerestiere sowie Seevögel würde es ein starker Eingriff in ihre Lebensräume bedeuten. Allein die Nutzung für Schifffahrt, Tourismus, Fischerei, Pipelines, Rohstoffförderung und Fracht hätten schon schwerwiegende Folgen für die Meere. Hier käme dann eine weitere Belastung für die Ökosysteme hinzu.

Die Windenergie-Branche ist sich den Auswirkungen bewusst. Sie argumentiert, dass in immer leistungsfähigere, leisere und weniger Flächen in Anspruch nehmende Windkraftanlagen investiert werde. Diese seien wesentlich umweltfreundlicher. Die Branche setzt damit auf technologische Fortschritte, um den Eingriffen in die Umwelt entgegenzuwirken.

 


#Green Media

Weihnachtslektüre

Wer kurz vor Weihnachten noch auf der Suche nach einem Geschenk ist, dem möchte ich die zwei folgenden Bücher nahelegen. Passend für die Lektüre zwischen den Festtagen und Neujahr.

1) Das ist zum einen das Buch “Saubere Revolution 2030″ in deutscher Übersetzung von Tony Sebas “Clean Disruption of Energy and Transportation”.

 

Ein paar Stimmen zum Buch:

“Die Steinzeit ist nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen und das fossile Industriezeitalter wird nicht aus Mangel an Brennstoffen zu Ende gehen. Wer verstehen will, wie Solarenergie, autonom fahrende Elektroautos und andere exponentiell wachsende Technologien in ein Zeitalter sauberer, dezentraler und partizipativer Energie und Mobilität führen, muss dieses Buch lesen. Die Welt wird sich verändern. Radikal. Bis 2030.”

“Tony Seba ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Vordenker zum Thema Energie und Mobilität weltweit. Die Botschaft seines Buches ist: Disruptive Veränderungen vollziehen sich immer rascher als selbst Experten voraussagen!”

“Wer sein Buch liest, begreift das Muster hinter den rasanten Veränderungen, die in kurzer Zeit zu ca. 100% Erneuerbaren Energien führen werden, und kann sich eher darauf einstellen. Wer die Entwicklung der Photovoltaik wie auch der Speichertechnologie und der Elektromobilität bisher unterschätzt hat, bekommt hier seine zweite Chance!” (Prof. Eicke Weber, ehem. Leiter Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg)”

Überzeugt?

Das Buch kann für 25,- Euro plus einmaliger Versandkostenpauschale in Höhe von 5,- Euro bei MetropolSolar-Rhein-Neckar bestellt werden. (*Das ist kein Affiliate-Link)

2) Zum anderen ist es das Buch “Ohne Wenn und Abfall” von Milena Glimbovski. Sie ist die Gründerin des Kreuzberger Kiez-Ladens “Original Unverpackt“. Mit ihrem Ratgeberbuch zeigt sie, wie es sich auch ohne Abfall gut leben lässt. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sprach sie darüber.

Das Buch ist beim Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen. Es ist für 12,99 Euro erhältlich.

 


#Green Event

Internationaler Gründer Award SET startet nächste Runde

Letztes Jahr brachte die Deutsche Energie Agentur (dena) mit ihrer Start up Energy Transition Initiative (SET), den ersten globalen Wettbewerb für Cleantech- und Energie-Start-ups auf den Weg. Der Launch erfolgte beim dena-Kongress 2016. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Initiative auf den Weg gebracht. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Über 500 Bewerbungen aus aller Welt. Die Gewinner wurden im Rahmen des Tech Festival in Berlin 2017 vorgestellt.

“SET is a global initiative for visionaries and vanguards fighting climate change. Its main pillars are the SET Award, the SET Tech Festival, and the SET Network. The SET Award 2017 received more than 500 applications from 66 countries. An international jury chose 18 finalists to pitch in six categories at the SET Tech Festival in Berlin on 20 March. The award was then presented as part of the evening event of the BETD energy transition summit in front of an international audience of 700 high-level attendees. Every year, the SET initiative publishes a list of the top 100 applicants (#GET100); in 2017 it was submitted to the participants of the G20 summit in Hamburg.”

Auch im kommenden Jahr werden die Sieger beim Tech Festival bekannt gegeben. Das Auftakt-Event zum Launch des Wettbewerbs SET2018 erfolgte im November im Rahmen der COP23 in Bonn. Bis zum 31. Januar 2018 haben nun aussichtsreiche und vielversprechende innovative Energie- und Cleantech Start-ups Zeit, sich für die Teilnahme zu bewerben.

Wer live bei der Verleihung dabei sein und sich mit zahlreichen Akteuren der Energietech-Branche austauschen möchte, behält das folgende Datum im Hinterkopf:

Save the Date! 

Wann: 16./+17. April 2018

Wo: Kulturbrauerei Berlin, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin

Der Trailer zum Auftakt von SET2018 :


# Ihr Kommentar 

Feedback geben

Hier könnte Ihr kurzer Beitrag oder Kommentar stehen. An dieser Stelle möchten wir die Leser zu Wort kommen lassen.

Mit Ihrem Einverständnis werden hier Ihre Anmerkungen, Anregungen, Wünsche und Kommentare veröffentlicht.

Schreiben Sie uns, wir freuen uns über Ihr Feedback!

via Facebook, Twitter, XING, LinkedIn oder per Direktnachricht:

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf

 

Titelbild: zaihan / 123RF Standard-Bild

Artikelbewertung: 
[Gesamtbewertungen: 2 - Durchschnitt: 4.5]

Dr. Katja Reisswig

Katja Reisswig ist promovierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerin. Sie ist Gründerin des branchenübergreifenden B2B-Portals technewable.com für Akteure der grünen Wirtschaft. Ziel des Portals ist, grüne Lösungen und Technologien bekannter zu machen, grüne Akteure miteinander ins Gespräch zu bringen und den Transfer hin zu einer grünen Wirtschaft kommunikativ zu begleiten.

Einen Kommentar posten

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * markiert.