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KAISER + KRAFT: „Wir wollen Branchenvorbild in Sachen Nachhaltigkeit werden“

Für immer mehr Unternehmen spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer zentralere Rolle, so auch für die TAKKT-Unternehmensgruppe. Erklärtes Ziel des Versandhandelskonzerns ist bis 2016 zum Branchenvorbild in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, sind alle an der TAKKT-Gruppe beteiligten Unternehmen und Unternehmensgruppen gefordert, so auch die KAISER+KRAFT Gruppe mit Firmenhauptsitz in Stuttgart. Der Beitrag gibt Einblicke in Aktivitäten und Engagement des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit.

Unser Nachhaltigkeitsverständnis

„Nachhaltiges Handeln bedeutet ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in das Handeln innerhalb eines Unternehmens zu integrieren.“

Auszug aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2014 „Wir liefern“

Seit Einführung der Nachhaltigkeitsstandards in Anlehnung an die Global Reporting Initiative (GRI) im Jahr 2011 baut das Unternehmen seine Nachhaltigkeit als festen Bestandteil der Unternehmensstrategie konzernweit aus. Dazu wurde das Nachhaltigkeitsprogramm „Sustainable Corporate Responsebility“ – kurz SCORE auf den Weg gebracht, das vom Vorstand verantwortet und von Mitarbeitern aus dem operativen Management koordiniert wird.

Unser erklärtes Ziel ist, TAKKT noch nachhaltiger zu gestalten. Dafür haben wir uns in allen Handlungsfeldern klare Ziele gesetzt und Maßnahmen eingeleitet, so Vorstand Claude Tomaszewski. Besonders wichtig ist die Herstellung von Transparenz über die erzielten Ergebnisse und Fortschritte. Das erfordert klare Kenngrößen, mit der wir in der Lage sind, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen abzubilden.

Innerhalb von SCORE hat das Unternehmen sechs zentrale Handlungsfelder identifiziert. Anhand dieser werden einzelnen Maßnahmen und Fortschritte, die in diesen Bereichen mit Blick auf Nachhaltigkeit erzielt werden, dokumentiert. Orientiert wird sich an international anerkannten Standards, wie beispielweise den Indikatoren der Global Reporting Initiative und den Prinzipien des Global Compact.

Die wichtigsten Maßnahmen sowie erreichten Resultate stellen wir kurz zusammengefasst vor. Den ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht zum Nachlesen finden Sie hier:

6 Handlungsfelder für mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen

Die folgenden sechs Handlungsfelder sind für die Umsetzung der TAKKT-Nachhaltigkeitsstrategie entscheidend:

  • Handlungsfeld Einkauf
  • Handlungsfeld Logistik
  • Handlungsfeld Marketing
  • Handlungsfeld Ressourcen und Klima
  • Handlungsfeld Mitarbeiter
  • Handlungsfeld Gesellschaft

Stellschraube Einkauf: Nachhaltigkeit in der Lieferkette und grüne Produkte

Um als Spezialist im Versandhandel eine Vorbildrolle in Sachen Nachhaltigkeit einnehmen zu können, müssen Geschäftspartner und Lieferanten ins Boot geholt werden. Ohne sie geht es nicht. Aus dem Grund haben wir ein „Lieferantenentwicklungsprogramm“ ins Leben gerufen. Das Programm ermöglicht uns, die Lieferkette systematisch nach unseren Nachhaltigkeitskriterien zu durchleuchten. Daraus lassen sich wiederum Handlungsoptionen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit ableiten.

2013 starteten wir mit einem Pilotprojekt, in dem 20 Lieferanten von KAISER+KRAFT auf Grundlage der international anerkannten EcoVadis-Plattform getestet wurden. Die Tests verliefen positiv, so dass eine Ausweiterung des Programms auf weitere Gesellschaften und Lieferanten erfolgte. Mittelfristig werden alle relevanten Einkaufsvolumen erfasst.

Seit 2014 bestehen für Lieferanten verbindliche Verhaltenskodex, die zur Einhaltung internationaler Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards dienen. Das ermöglicht uns, Lieferanten nach zentralen Nachhaltigkeitsaspekten zu bewerten. Gemeinsam identifizieren wir Verbesserungspotenziale für nachhaltiges Handeln.

Ein weiterer Aspekt, der zu mehr Nachhaltigkeit führen soll, ist die Ausweitung eines grünen Produktsortiments. Wir setzen uns dafür ein, immer mehr nachhaltige Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungsgruppe zu vermarkten. Hierbei achten wir bereits auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Entwicklungs- und Herstellungsverfahren.

Wir bemühen uns anfallende CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten oder sie zu kompensieren, beispielsweise durch Umweltprojekte im Rahmen der EUROKRAFT ACTIVE GREEN Produkt Initiative. Zudem unterziehen wir die Produkte einer ganzheitlichen Ökobilanz und arbeiten gezielt mit Partnern zusammen, die umweltfreundliche Lösungen in Form von Produkten oder Dienstleistungen anbieten. Zum Beispiel mit Ratioform, einem Anbieter umweltfreundlicher Verpackungslösungen oder mit NBF in den USA, der in seinem Webshop ein Sortiment von Outdoor-Möbeln aus komplett recycelten Materialien vertreibt.

Darüber hinaus haben wir FSC-zertifizierte Büromöbel ins Sortiment aufgenommen. FSC steht für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung von Wäldern und einem nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz.

Stellschraube Logistik: CO2-neutraler Versand

Eine zentrale Stellschraube für den umweltschonenden Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung von Emissionen ist der Bereich Logistik. Logistikprozesse haben einen Anteil von rund 40 Prozent am Gesamt-CO2-Ausstoß bei KAISER+KRAFT. Um CO2-Emissionen zu senken, wird der CO2-neutrale Versand massiv ausgebaut. In 15 Ländern Europas erfolgt der Versand bereits CO2-kompensiert.

Durch die Einführung eines einstufigen Direktvertriebs lassen sich weitere CO2-Emissionen vermeiden. Dies ist möglich, da im Vergleich zum stationären Handel weniger Transportstufen nötig sind. Zudem nutzen wir grüne Versandangebote von Dienstleistern, beispielsweise den UPS carbon neutralen Lieferdienst, das Angebot von DB Schenker Eco Neutral, CargoLine CO2-neutral, Hermes WE DO! oder die Spedition Rottbeck mit ihrem klimaneutralen Versand. Auf die Weise erreichen unsere Pakete den Kunden CO2-kompensiert.

Stellschraube Marketing: Zielgerichtete Kundenansprache und umweltfreundliche Printwerbemittel

Unser Ziel ist, Kunden nach wie vor individuell und bedarfsgerecht mit Informationen zu versorgen. Gleichzeitig wollen wir die Werbemitteleffizienz steigern und Prozesskosten senken. Dies gelingt uns durch eine zielgerichtete Ansprache unserer Kunden. Zur deren gezielten Kundenansprache haben wir eine Multi-Channel-Strategie in unser Unternehmen integriert und Verbesserungen im Marketing-Mix vorgenommen.

Gerade der Bereich Printwerbemittel verursacht einen erheblichen Anteil der CO2-Emissionen in unserer Unternehmens-Wertschöpfungskette. Daher erfassen wir seit 2010 systematisch alle CO2-Emissionen unserer Druckerzeugnisse. Die auf die Art gewonnenen Informationen geben uns wichtige Anhaltspunkte, an welchen Stellen wir weitere Emissionen vermeiden können.

Wir haben umweltfreundliche Materialien und Produktionsverfahren eingeführt. Mittelgroße und große Unternehmen versorgen wir nach wie vor über den Katalog-Versand. Zugleich investieren wir in unser Online-Angebot. Mit diesem sprechen wir insbesondere kleinere Unternehmen und Neukunden an. Durch diese Maßnahmen sorgen wir dafür, dass weniger Werbemittel gedruckt werden. Zusätzlich stammen bereits 89 Prozent unserer Werbemittel aus zertifiziert nachhaltigen Papierquellen. Dadurch konnten wir seit 2011 den relativen Papierverbrauch pro Million Euro Umsatz um 29 Prozent verringern. Das ist ein Ergebnis, auf das wir besonders stolz sind. Dennoch ist unser Ziel, die Emissionen im Bereich Marketing weiter drastisch zu reduzieren.

Stellschraube Mitarbeiter: Klare Regeln und gezielte Förderung

2014 haben wir im Unternehmen den Verhaltenskodex überarbeitet. Dieser leitet sich zum einen aus unseren Unternehmenswerten und zum anderen aus den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie anderer internationaler Standards ab.

Darüber hinaus haben wir ein E-Learning-Tool entwickelt mit dem wir in 2015 jeden Mitarbeiter schulen. Das ermöglicht eine systematische Verankerung des Verhaltenskodex auch in einem international agierenden Unternehmen. Überwacht wird unser Compliance-System durch den Vorstand, unsere Compliance Officer und die interne Revision.

Wir wertschätzen unsere 2.500 Mitarbeiter. Sie bilden das Fundament unseres Unternehmens und sind Garant für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Um Mitarbeiter zu motivieren und an das Unternehmen zu binden, haben wir das Personalentwicklungsprogramm LIFT gestartet. Wir tragen außerdem Sorge für faire Arbeitsbedingungen sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Stellschraube Ressourcen und Klima: Klimabilanz, Umweltmanagementsysteme, Energiesparmaßnahmen

Ein schonender Umgang mit Ressourcen ist für unser Unternehmen nicht neu. Dennoch erhöhen wir unsere Anstrengungen um Ressourcen und Klima zu schützen. Bereits seit 2008 ist die TAKKT AG am Carbon Disclosure Project (CDP) beteiligt. Im Rahmen einer freiwilligen Befragung werden Informationen zu den CO2-Emissionen im Unternehmen generiert. Der sogenannte CO2-Footprint wird innerhalb des Unternehmens erfasst.

Seit 2011 erfasst KAISER+KRAFT Emissionen (CO2-Fußabdruck) seiner gesamten verantworteten Wertschöpfungskette. Diese werden in zertifizierten Klimabilanzen nach ISO 14064-1 dokumentiert. Daraus erschließen sich für uns Verbesserungsmaßnahmen. Besonderes Augenmerk liegt hier in den Bereichen Logistik und Marketing. In diesen beiden Bereichen werden in Deutschland 95 Prozent der Gesamtemissionen verursacht, d.h. das Einsparpotenzial für CO2-Emissionen ist hier besonders hoch.

Weitere Maßnahmen zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs sind die Sammlung und Aufbereitung von Rohstoffen, Recycling, im Bereich Erst- und Nachnutzung sowie im Bereich Herstellung und Distribution. Sie lassen sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen umsetzen. Ein weiteres wirkungsvolles Instrument sind für uns Energieeinsparmaßnahmen.

In alle Maßnahmen binden wir unsere Mitarbeiter ein. Neben den bestehenden Qualitätsmanagementsystemen nach ISO 9001 führen wir schrittweise zertifizierte Umweltmanagementsysteme im Unternehmen ein. KAISER+KRAFT durchläuft derzeit den Zertifizierungsprozess für ISO 14001.

Stellschraube Gesellschaft: Förderung von gesellschaftlichem Engagement

Gesellschaftliches Engagement wird bei TAKKT groß geschrieben. Dabei zielt die Unterstützung insbesondere auf lokale Projekte und Initiativen, in denen sich Mitarbeiter engagieren. Das Unternehmen spendet Arbeitsstunden in Form von bezahlter Freistellung von Mitarbeitern zur aktiven Förderung des ehrenamtlichen Engagements unserer Mitarbeiter. Wir unterstützten Organisationen und Einrichtungen, die sich für ökologische und soziale Themen stark machen.

Resümee: Nachhaltigkeit als kontinuierlichen Prozess verstehen

Für uns ist Nachhaltigkeit eine ganzheitlich gedachte und gelebte Firmenphilosophie. Wir sind stolz, das Thema Nachhaltigkeit inzwischen in der gesamten Organisation verankert zu haben. Auch wenn wir in den vergangenen Jahren in Sachen Nachhaltigkeit schon viel erreicht haben, sind weitere Anstrengungen nötig. Dazu bedarf es nicht nur Informationen und Transparenz, sondern insbesondere den Dialog und Austausch mit unseren Stakeholdern.

Wir setzen uns daher weiterhin ehrgeizige Ziele, an denen wir kontinuierlich arbeiten. Es bedarf weiterer Maßnahmen um unserem Ziel bis 2016 Branchenvorbild in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Diesem Ziel sind wir vergangenes Jahr bereits ein Stück weit näher gekommen und auch dieses Jahr arbeiten wir intensiv daran. Denn Nachhaltigkeit bedeutet vor allem, langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern.

Wertekodex von TAKKT

„Wir schaffen nachhaltig Werte, weil wir langfristig nur profitabel wachsen, wenn wir nachhaltig handeln.“

 

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