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Grüne Technologien geben Anstoß für Veränderungen im Wirtschaftssystem

Nicht nur der aktuelle VW-Abgasskandal und die bevorstehende Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember dieses Jahres machen es deutlich. Wer täglich die Nachrichten verfolgt, dem wird klar: „Es braucht dringend einen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit im Wirtschaftssystem.“

Grüne Technologien und innovative Konzepte können hierbei eine entscheidende Rolle spielen. Zwar werden diese nicht per se das Wirtschaftssystem verändern. Sie können jedoch den Wandel erleichtern und althergebrachte Technologien ablösen, die derzeit großen Schaden für Mensch und Umwelt anrichten. Allerdings gelingt das nur dann, wenn die neuen Technologien und Konzepte nachhaltiger sind, als die, die sie ablösen.

Green Tech ist nicht alles, gefragt sind ganzheitliche Unternehmensstrategien

Eine richtungsweisende Veränderung des Wirtschaftssystems gelingt jedoch nur, wenn auch bestehende Maximen, Paradigmen, Modelle und Konzepte hinterfragt werden und sich neue Sichtweisen ebenso auf das Denken und Handeln im Unternehmen auswirken. Grüne Innovationen, neue Geschäftsmodelle und grüne Technologien können zwar einen Anstoß dazu geben. Einen Wandel bewirken sie aber erst dann, wenn diese in ganzheitliche Strategien, Prinzipien und Verfahren überführt und in Unternehmen fest verankert werden.

Die WORLD OF ENERGY SOLUTIONS 2015 in Stuttgart präsentiert Möglichkeiten und Innovationen, die solch einen Anstoß geben könnten. Die internationale Messe und Konferenz präsentiert vom 12. bis 14. Oktober 2015 saubere nachhaltige Lösungen, die bereits den Weg in den Markt geschafft haben.

Befreiung aus Nischenmärkten

Viele von diesen Lösungen besetzen derzeit jedoch nur Nischenmärkte. Ihr Marktanteil ist relativ gering. Das Ziel muss daher sein, um mit Martin Jänicke, einem bedeutenden Wissenschaftler und Politikberater, zu sprechen, diese aus den Nischen zu befreien und sie breitenwirksam zu machen. Erst dann können sie ihr volles Potenzial entfalten und wirklich einen bedeutenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

„Auch die radikale Umweltinnovation erzielt erst dann ihre ökologische Entlastungswirkung, wenn ihr über Nischenmärkte hinaus eine hohe Marktdurchdringung und damit die nötige Breitenwirkung gelingt.“, so Martin Jännicke in seinem Buch „Megatrend Umweltinnovation“ (S. 44)

Doch dafür braucht es nicht nur die Hersteller, sondern auch Nutzer bzw. die sogenannten Prosumenten, d.h. Menschen die willens sind, neue Technologien zu erproben. Gleichzeitig bedarf es politischer Regelungen und Rahmenbedingungen, die die Nutzung neuer Technologien und Innovationen ermöglichen bzw. deren Nutzung vereinfachen. Es bedarf daher Maßnahmen und der Beteiligung einer Vielzahl an Menschen, die aktiv an der Umgestaltung des Wirtschaftssystems mitwirken. Klar ist, Systeme ändern sich nicht von selbst.

Bildquelle:
albund / 123RF Lizenzfreie Bilder

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