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Grüne Gründerwettbewerbe und -initiativen (TEIL 1)

Grüne Gründerwettbewerbe unterstützen Start-ups, die ihren Schwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit, Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz haben. Technewable hat sich einen Überblick verschafft und stellt grüne Gründerwettbewerbe vor. Im ersten Teil geht es um aktuelle grüne Gründerwettwerbe und -initiativen:

Warum sich eine Teilnahme an Gründerwettbewerben lohnt

Gründerwettbewerbe sind ein hilfreiches Tool, wenn es um die Entwicklung der eigenen Geschäftsidee geht. Sie helfen aber auch, Konzepte weiterzuentwickeln und bekannt zu machen. Gründerwettbewerbe bieten Gründern viele Vorteile. Dabei geht es in erster Linie gar nicht nur um das Gewinnen von Preisgeldern.

Die Teilnehmer von Gründerwettbewerben erhalten wertvolles Feedback auf ihre Konzepte, sind angehalten sich strukturiert und systematisch mit ihrem Gründungsvorhaben auseinander zu setzen, können sich mit anderen Gründern austauschen, sich fachlichen Rat einholen und ein Netzwerk aufbauen. Der Austausch mit anderen Gründern, Mentoren und Beratern gibt oftmals Impulse und erleichtert den Einstieg ins reale Geschäftsleben.

Neben all diesen Vorteilen, von denen alle Teilnehmer von Gründerwettbewerben profitieren, können sich die Sieger der Wettbewerbe natürlich zusätzlich über Preisgelder und jede Menge öffentlichkeitswirksame Aufmerksamkeit freuen. Die Auszeichnung ist oft der Startschuss für eine erfolgreiche Gründungskarriere. Ansporn genug?

Grüne Gründungswettbewerbe mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz

Wir stellen hier drei aktuelle Gründerwettwerbe für Gründer der Green Economy vor sowie eine Gründungsinitiative bei der sich das Mitmachen lohnt! Termine und Anmeldung finden sich am Ende des Beitrags.

Logo_Startbahn-Ruhr-KUER-e1418809995535KUER Businessplan Wettbewerb

Am 1. Juli 2015 ist der KUER Businessplan Wettbewerb in die nächste Runde gestartet. Er begleitet Gründer in den Zukunftsbranchen Klima, Umwelt, Energieeinsparung und Ressourcenschonung (KUER) vier Monate lang von der Idee bis zum tragfähigen Businessplan. Vergeben werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 35.000 Euro. Dem Gewinner des Wettbewerbs winkt ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro für seine Gründung.

Gewinner der ersten Runde in 2015 waren das Team um NanoSoil, eine Ausgründung aus der Universität Duisburg-Essen. Sie haben ein Verfahren zur Grundwassersanierung entwickelt. Den zweiten Platz belegte das Team Betterspace aus Kassel mit ihrer besonderen Energiemanagementlösung für Büro- und Hotelgebäude. Dritter Platz ging an das Team BOROSA Acoustic Levitation aus Bochum mit ihren innovativen Labormessgeräten zur Untersuchung physikalischer Stoffdaten. Den vierten Platz teilten sich die Teams Wertewandel und HaushaltsHeld.de.

Ein großer Vorteil des Programms ist, ein Mentor begleitet die Teilnehmer während des KUER Businessplan Wettbewerbs persönlich und unterstützt die Gründer bei der Erstellung des Businessplans. Ergänzt wird das Angebot durch eine intensive Betreuung durch Fach- und Branchenexperten, einem umfangreichen Qualifizierungsprogramm sowie Kontakte zum Netzwerk in den KUER Branchen.

„Die intensive Betreuung durch unseren Mentor, das umfangreiche Qualifizierungsangebot und die Kontakte, die wir im Rahmen des Wettbewerbes knüpfen konnten, haben uns sehr geholfen“ so Dr. Jelena Stojadinovic vom Gewinnerteam KUER Businessplan Wettbewerb 2014 MEMBRASENZ. „Wir können nur empfehlen, am Wettbewerb teilzunehmen.“ Das Gründungsteam aus Dr. Jelena Stojadinovic und Dr. Fabio La Mantia von der Ruhr Universität Bochum entwickelt neuartige Membranen für die alkalische Wasserelektrolyse zur Herstellung von Wasserstoff, einem wichtigen Energieträger.

Die Konzepte werden durch jeweils fünf fachkundige Gutachter bewertet. Die besten zehn Teams präsentieren sich einer hochkarätigen Jury. Aus der Rangfolge der Gutachter und der Jury gehen die Sieger hervor.

Ausgerichtet wird der KUER Businessplan Wettbewerb von der Startbahn Ruhr GmbH und gefördert von der Europäischen Union und dem Umwelt-Ministerium des Landes NordrheinWestfalen. Eine Teilnahme ist allen Gründern aus dem gesamten Bundesgebiet möglich.

Weitere Informationen zum KUER Businessplan Wettbewerb

startgreen_LogoStartGreen Award

Erstmalig startet der StartGreen Award und krönt grüne Start-ups sowie Gründerförderer. Mit dem StartGreen Award sollen Gründern der Green Economy der Rücken gestärkt sowie vorbildliche Gründungsförderer ausgezeichnet werden. Das grüne Start-ups über ein hohes ökologisches und ökonomisches Potenzial verfügen, haben die vergangenen zehn Jahre gezeigt. Mehr als eine Million neue Arbeitsplätze wurden durch Start-ups aus der grünen Wirtschaft geschaffen.Grüne Gründer verdienen daher viel mehr Beachtung. Das sieht auch die Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks so, die die Schirmherrschaft für den StartGreen Award übernommen hat:

“Ich unterstütze den StartGreen Award, weil er innovative Gründungskonzepte und junge Unternehmen auszeichnet, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ so die Umweltministerin.

Der StartGreen Award hat sich zur Aufgabe gemacht, Gründungen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu fördern. Gleichzeitig verfolgt er einen Community-Ansatz. Ziel ist es, Start-ups, Gründungsförderer und Investoren gezielt zusammen  zu bringen.

Ab dem 25.08.2015 startet der Wettbewerb. Eine Bewerbung ist über das Portal start-green.net bis zum 5. Oktober 2015 möglich. Teilnehmen können Gründer und Gründungsförderer, die einen Beitrag zur Green Economy leisten. In der Zeit vom 26. Oktober bis 15. November 2015 erfolgt ein Public Voting der besten Konzepte, die von Gründungs- und Nachhaltigkeitsexperten ausgewählt wurden. Am 19. November werden die Gewinner gekürt. Den Gewinnern des Wettbewerbs winken Preisgelder in Höhe von 20.000 Euro, Sachpreise und der Zugang zu Experten wichtiger Gründungsförderungseinrichtungen. Die Preise werden in vier Kategorien verliehen: Gründungsaktive mit Gründungskonzept, Start-ups, Junge Unternehmen, Gründungsförderer, Kapitalgeber und Hochschulen.

Weitere Informationen zum StartGreen Award

green_alleyGreen Alley Award 2015

Der Green Alley Award startete 2014 als Europas erster Gründerwettbewerb zum Thema Abfall und Recycling. Nun geht er in die zweite Runde. Bis zum 15. September 2015 können sich Start-ups mit innovativen Dienstleistungen, Produkten, Technologien im Bereich Abfall und Recycling bei der Green Alley bewerben. Gesucht werden Lösungen, die einen Beitrag für das globale Abfallproblem in der Konsum- und Wegwerfgesellschaft leisten bzw. Wege zur Vermeidung von Abfällen aufzeigen.

Abfälle sind wertvolle Rohstoffe. Sie einfach nur zu Verbrennen oder zu Vergraben kommt einer unglaublichen Ressourcenverschwendung gleich. Vielmehr muss es darum gehen, Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen oder sie als Ressourcen erneut zu nutzen. Das funktioniert allerdings nur in einer Kreislaufwirtschaft. Diese will der Wettbewerb befördern und zeichnet kreative Gründer aus, die Abfall als wertvolle Ressource sehen und neue Konzepte für die Kreislaufwirtschaft entwickeln. Mit der Auszeichnung sollen Lösungen gefördert werden, von denen auch Hersteller und Produzenten der Wirtschaft profitieren.

Initiator des Wettbewerbs ist die Landbell Gruppe, die mit der Firmentochter Green Alley den Gründerpreis ins  Leben gerufen hat. In 2014 gingen 70 Bewerbungen ein, von denen sieben zu einem Pitch nach Berlin geladen wurden. In einem Live-Pitch präsentierten sie der Jury und einem interessierten Publikum ihre Konzepte. Die Sieger wurden im Anschluss daran gekürt. Aus den sieben Finalisten gingen das finnische Start-up RePack , GreenLab Berlin und das Kölner Start-up FoodLoop als Gewinner des Wettbewerbs hervor.

In 2015 geht die Suche nach innovativen Lösungen und Konzepten weiter. Diesmal können sich Gründer und Start-ups aus ganz Europa bewerben. Dabei spielen die beiden Start-up Metropolen Berlin und London eine besondere Rolle. Unter dem Motto „connecting green ideas from Berlin to London“ werden bahnbrechende Produkte, innovative Dienstleistungen und fortschrittliche Technologien in der Kreislaufwirtschaft gesucht.

Weitere Informationen zum Green Alley Award

Climate KICClimate-KIC Accelerator

Kein Businessplan-Wettbewerb im klassischen Sinn, sondern ein Gründungsunterstützungsprogramm ist der Climate-KIC Accelerator. Im Oktober 2015 beginnt die nächste Förderrunde für Start-ups aus dem Cleantech Bereich.

Bis zum 16. August 2015 können sich vielversprechende, technologisch versierte und skalierbare Gründungsprojekte mit hoher Klimarelevanz für die Teilnahme am Förderprogramm bewerben. Der Climate-KIC Accelerator ist das größte Förderprogramm für Klima-Innovationen in Europa.

In drei Phasen erhalten Gründer Unterstützung jeweils in einem Zeitraum von sechs Monaten. Ziel ist, am Ende des Programms sich eine Anschlussfinanzierung durch Investoren zu sichern und erste Kunden für sich zu gewinnen. Gefördert werden können Start-ups mit einem Fördervolumen im Wert von bis zu  95.000 Euro. Die Förderung beinhaltet zudem ein Training für einen professionellen Pitch, Business Coaching sowie Büroflächen in einem Cleantech-Inkubator, entweder in Berlin oder München. Zudem erhalten die Gründer Zugang zu dem Climate-KIC Netzwerk.

Der Climate-KIC Accelerator wird in Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Schweiz und in Skandinavien betrieben. Er ist das Start-up-Programm der europäischen Initiative für Klima-Innovationen. Die Green Garage in Berlin ist der erste Cleantech-Inkubator mit Sitz in Berlin.

Weitere Informationen zum Climate-KIC Accelerator

Termine und Anmeldung in der Übersicht

KUER Businessplan Wettbewerb Herbst 2015
Bewerbung ab 1. Juli 2015
Zum Anmeldeformular oder telefonisch unter der 0201 490 39 544

StartGreen Award
Bewerbung vom 25.August bis 5. Oktober 2015
Online-Bewerbung über www.start-green.net

Green Alley Award 2015
Bewerbung bis 15. September 2015
Zum Anmeldeformular

Climate-KIC Accelerator
Bewerbung bis 16. August 2015
Zum Anmeldeformular

Zum Weiterlesen:

 

Urheber: michaeldb / 123RF Stockfoto

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Katja Reisswig

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