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Smart Green Buildings – made in Germany

Portrait des Familienunternehmens Kieback&Peter anlässlich des 90. Firmenjubiläums

Wer von Gebäudeautomation und Smart Green Buildings noch nichts gehört hat, wird auch Kieback&Peter nicht kennen. Aber in der Branche zählt das traditionsreiche Familienunternehmen mit weltweit 1.400 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern. Neben seinem Hauptsitz in Berlin betreibt es zwei Produktionswerke in Deutschland, 50 Niederlassungen im In- und Ausland sowie diverse mobile Experten-Teams, Support- und Schulungseinrichtungen.

Mithilfe von Soft- und Hardware vernetzt Kieback&Peter Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung, Brandschutz, Sonnenschutz und andere Gewerke zu einem smarten Gesamtsystem. Das Ziel: Mehr Effizienz, Sicherheit und Komfort im Gebäude. Seit seiner Gründung 1927 hat es die Branche durch zahlreiche Pionierleistungen in der MSR-Technik vorangetrieben. Dieses Jahr feiert das Unternehmen sein 90-jähriges Firmenjubiläum.

Gründung von Kieback&Peter vor 90 Jahren

Am 24. Februar 1927 gründeten die Ingenieure Dr.-Ing. Erich Kieback und Dipl.-Ing. Paul Peter das Unternehmen in Berlin. Mit ihrer „Fabrik für selbsttätige Regler“ bewiesen die Gründer schon damals Pioniergeist: Ihre ursprüngliche Geschäftsidee zielte auf die Regelung von Hochtemperaturöfen für die damals boomende Elektroindustrie in Berlin.

Mit der Zeit übertrugen die Gründer ihr Wissen aus der industriellen Fertigung auf Wohn- und Gewerbegebäude. Eines ihrer ersten Großprojekte war die Regelung der Heizungsanlagen im Flughafen Berlin-Tempelhof – damals das flächengrößte Gebäude der Welt.

 

Altes Werk von Kieback&Peter in Berlin Neukölln um 1940

Altes Werk von Kieback&Peter in Berlin Neukölln um 1940

Pionierleistungen in der Automations- und Regelungstechnik

In ihrer Anfangszeit entwickelten die Technik-Pioniere unter anderem Raumthermostate, Antriebe, Außen- und Vorlauftemperaturfühler. Kieback&Peter gehörte auch zu den ersten Unternehmen, die bei ihren Relais vom sogenannten „Stabausdehnungsprinzip“ auf „Widerstandsmesselemente“ umstiegen.

Anfang der Achtzigerjahre brachte das Unternehmen den Regel-Optimier-Prozessor (ROP) auf den Markt – den ersten digitalen Regler, der bewusst auf eine analoge Bedienoberfläche setzte. Mit dem digitalen Regelsystem DDC100 legte Kieback&Peter dann den Grundstein für seine über mehrere Generationen erfolgreiche DDC-Familie.

 

Regel Optimier Prozessor um 1980

Regel Optimier Prozessor um 1980 Foto: Kieback&Peter

In den Neunzigerjahren folgte der Mehrkreis-Regel-Prozessor (MRP), der dank einer neuen Benutzeroberfläche keine Programmierkenntnisse mehr erforderte. 2005 führte Kieback&Peter seine Automationssystem DDC4000 mit Touchscreen-Bedienung ein. Dank seiner Flexibilität und kontinuierlichen Weiterentwicklung ist die Nachfrage nach dem System unverändert hoch. Die jüngsten Updates aus dem Jahr 2017 sind die Controller DDC4020e und DDC4040e.

Auch im Software-Bereich hat das Unternehmen interessante Innovationen auf den Markt gebracht: Die Software Qanteon verbindet erstmalig Gebäudeleittechnik und Energiemanagement innerhalb eines übersichtlichen Tools. Wegen seiner intuitiven Benutzeroberfläche wurde Qanteon mit dem UX Design Award 2016 ausgezeichnet.

 

Kieback&Peter Qanteon XL Screen

Kieback&Peter Qanteon XL Screen Foto: Kieback&Peter

GreenTech made in Germany

Kieback&Peter entwickelt und produziert seine hochwertigen Produkte ausschließlich in Deutschland. Eingesetzt werden sie jedoch überall auf der Welt. „Während sich unsere Technik von mechanischen über elektronische zu digitalen Lösungen weiterentwickelt hat, sind zwei Dinge konstant geblieben: Unsere Freude an der Pionierarbeit. Und der Anspruch, für jeden Kunden stets die beste Gesamtlösung zu schaffen“, erläutert Marketingleiter Delf Urban. „Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass unsere Kunden in ihren Gebäuden Kosten sparen, den Komfort verbessern und die Umwelt schonen. Mit GreenTech made in Germany sorgen wir überall auf der Welt für ein besseres Klima“, so Delf Urban weiter.

 

Kieback&Peter Elektromobiltität

Kieback&Peter Elektromobiltität Foto: Kieback&Peter

Digitalisierung und Systemintegration: Chancen und Risiken für Gebäude

Die Digitalisierung birgt auch für die Gebäudetechnik viele Chancen und Risiken: Smarte Technologien machen Gebäude zwar immer komfortabler und effizienter. Gleichzeitig wächst aber die Sorge um die Sicherheit der Daten und Anlagen. Um den individuellen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, entwickeln die Ingenieure, Techniker und IT-Spezialisten von Kieback&Peter maßgeschneiderte Lösungen.

Praxisbeispiel: So bringt Wiesbaden seine Gebäude sicher in die Cloud

Viele Betreiber stehen vor dem Problem, dass in ihren Gebäuden alte Regeltechnik verbaut ist. Diese funktioniert zwar noch einwandfrei. Aber sie verfügt oft nur über ISDN oder einen analogen Anschluss. Manche Geräte sind überhaupt nicht netzwerkfähig. Häufig ist auch die Gebäudeautomation nicht richtig in die IT-Infrastruktur einer Organisation integriert. Betreiber und Automationsexperten stehen nun vor dem Problem, den analogen Bestand zu digitalisieren. Oder vereinfacht ausgedrückt: Steinalte serielle Infrastruktur muss sicher und zuverlässig in die Cloud gebracht werden.

Vor dieser Herausforderung stand Ende 2015 auch das Hochbauamt der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die technische Infrastruktur des Hochbauamts mit seiner Vielzahl an Liegenschaften – darunter Schulen, Kindergärten und Dienstgebäude – war über einen langen Zeitraum gewachsen. Die Stadt wollte alle Gebäude miteinander vernetzen und den Zugriff über eine zentrale Management-Software ermöglichen. Dadurch wollte sie Synergien schaffen und Kosten reduzieren. Außerdem müssen die Betreiber ihre seriellen Controller schnellstmöglich in IP-fähige Lösungen überführen, weil analoge und ISDN-basierte Anschlüsse in Deutschland bald nicht mehr unterstützt werden. Darüber hinaus sollte Kieback&Peter nicht netzwerkfähige Geräte ersetzen durch Controller des DDC4000-Systems.

Die IT-Experten und Ingenieure von Kieback&Peter erarbeiteten gemeinsam mit den Fachleuten der Stadt ein Migrationskonzept. Dieses sieht eine schrittweise Umstellung auf eine sichere VPN-Infrastruktur vor. Im Laufe des Jahres 2017 sollen rund 80 Gebäude integriert werden. Bis zum Abschluss der Modernisierung müssen die übrigen seriellen Anlagen aber weiter betrieben werden. Dafür werden die Modem-Verbindungen über einen Kieback&Peter GLT-Bedienplatz auf Ethernet-IP umgesetzt und per Etherlink ins IT-Rechenzentrum der Stadt weitergeleitet. Dort wird die Software für das Energie- und Gebäudemanagement virtualisiert betrieben. Für die Virtualisierung kooperiert Kieback&Peter mit namhaften strategischen Partnern wie zum Beispiel vmware. Das Ergebnis: Verschiedene Mitarbeiter des Hochbauamts können nun über ihre Rechner am Arbeitsplatz auf die zentrale Gebäudeleittechnik zugreifen. Die virtualisierte Lösung ist sicher, skalierbar und jederzeit verfügbar.

Kieback&Peter auf der ISH 2017 in Frankfurt/Main

Wer sich einen persönlichen Eindruck von dem Unternehmen Kieback&Peter, seiner Unternehmensgeschichte und aktuellen Lösungen machen möchte, ist herzlich eingeladen, den Messestand von Kieback&Peter auf der ISH kommende Woche zu besuchen.

Vom 14. bis 18. März 2017 präsentiert sich das Unternehmen auf über 200 Quadratmetern auf der ISH 2017 in Frankfurt/Main. Anlässlich seines 90. Geburtstags zeigt Kieback&Peter sein Portfolio und gibt Einblick in die Evolution der Gebäudeintelligenz – vom ersten Regler aus dem Gründungsjahr 1927 bis hin zu digitalen Services auf Basis von künstlicher Intelligenz.

Zu finden ist der Stand in Halle 10.3 | Ebene 3 | Stand C 55 | www.kieback-peter.de/ish

 

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Katja Reisswig

Katja Reisswig