Green Start-Ups

Mit Green Alley in der Circular Economy durchstarten

Vielversprechende Tech-Start-ups werden in Europa schon seit einigen Jahren durch zahlreiche Awards umworben. Für Gründer aber, die sich speziell mit den Themen Ressourcenschonung, Circular Economy oder Recycling beschäftigen, fehlte es lange an passenden Prämierungen. Daher wurde 2014 der Green Alley Award ins Leben gerufen: Europas erster Gründerpreis für Start-ups, die mit ihren Ideen zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen wollen.

Abfall mag auf den ersten Blick nicht das attraktivste Thema sein. Doch auch hier findet allmählich ein Umdenken statt. Es wächst das Verständnis darüber, dass unser Umgang mit Abfall eine nachhaltige Wirtschaft entscheidend mitgestaltet. Das lässt sich schon daran erkennen, dass Produkte, die ressourcenschonend oder aus wiederverwerteten Materialen hergestellt wurden, mittlerweile im Trend liegen.

Circular Economy ist längst kein Nischenmarkt mehr

Auch Unternehmen haben den Wert von geschlossenen Kreisläufen erkannt. Die wirtschaftlichen Chancen liegen auf der Hand: Energie und Rohstoffe werden weltweit immer knapper. So stehen Unternehmen, die ressourcenschonend handeln, im internationalen Wettbewerb besser da. Recycling ist ein Leitmarkt der Zukunft.

Die derzeitige politische Situation spielt Gründern im Bereich der Circular Economy in die Hände: Der Entwurf einer neuen, europäischen Circular Economy Strategie 2030 sieht vor, dass 70% des europäischen Hausmülls und 80% der Verpackungen recycelt werden sollen. Um diese Ziele zu erreichen, sind hohe Investitionen und zahlreiche Innovationen notwendig – Querdenker mit guten Geschäftsideen können davon profitieren.

Die Entsorgungs- und Recyclingbranche erzielt allein Deutschland einen jährlichen Umsatz von etwa 50 Milliarden Euro und beschäftigt rund 500.000 Menschen, wie Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums belegen und damit auch zeigen, dass der Bereich Abfall längst keine Nische mehr ist.

Neue Ideen brauchen Beratung und Förderung

Für Start-ups stellen sich in der Circular Economy einige Herausforderungen: Es gilt, viele rechtliche Regelungen und ein komplexes Wirtschaftssystem zu durchdringen. Doch genau hier setzt der Green Alley Award an: Neben einer finanziellen Förderung geben wir den Gewinnern auch ein breites Netzwerk von erfahrenen Experten an die Hand, die junge Unternehmer beraten und ihnen helfen, den Überblick zu bewahren.

Doch was für Ideen und Start-ups haben beim Green Alley Award eine Chance auf Erfolg? Für uns sind alle Ideen spannend, so lange sie aus den Bereichen Circular Economy, Ressourcenschonung oder Recycling kommen. Im ersten Jahr überzeugte uns die Idee eines Biodüngers aus Kaffeeresten von GreenLab Berlin, das finnische Start-up RePack mit seiner wiederverwendbaren Versandtasche sowie FoodLoop mit einer App gegen Lebensmittelverschwendung 2015 konnte sich Adaptavate gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen: ein Start-up aus Großbritannien, das mit 100% recycelbarer Wandverkleidung herkömmliche Gipskartonplatten ersetzen will.

Gewinner des Green Alley Award 2015

Die Gewinner des Green Alley Award 2015

Green Alley sucht auch 2016 wieder

Alle Gründer, die bei uns so weit gekommen sind, haben gemeinsam, dass sie Antworten bieten auf drängende Fragen unserer Zeit. Wie können wir Ressourcen sparen? Welche ökologischen Alternativen machen unsere Wirtschaft grüner? Wodurch verbessern wir unseren Umgang mit Abfall? Alle unsere Finalisten haben mit Lösungen überzeugt, die Nachhaltigkeit und die Circular Economy entschieden weiterbringen können.

Auch 2016 sucht der Green Alley Award wieder europaweit nach den besten Ideen von Gründern in der Circular Economy.

Jetzt bis zum 27. Juli bewerben und sich neben einem Preispaket aus Geld-und Sachdienstleistungen im Wert von bis zu 30.000 Euro, mietfreien Coworking-Space bei Green Alley sowie Netzwerkkontakte eine Chance auf Crowdfunding oder Investment sichern. Die Bewerbung erfolgt online mit nur wenigen Klicks unter www.green-alley-award.com

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Miriam Kehl, Co-Founder von Green Alley

Miriam Kehl ist Vorstandsreferentin der Landbell AG und Associate Director bei Green Alley, ein Gründerzentrum für Start-ups aus dem Umweltbereich, insbesondere für innovative Ideen im Bereich Recycling, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft.